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14 : 1
UHC Sarganserland
Hurricanes Glarnerland Weesen
Junioren U16
2 : 2
FB Riders DBR I
Hurricanes Glarnerland Weesen
Junioren U14
6 : 4
UHC Sarganserland II
Hurricanes Glarnerland Weesen
Junioren D
1 : 3
United Toggenburg Bazenheid
Hurricanes Glarnerland Weesen
Junioren E
1 : 6
UH Appenzell II
Hurricanes Glarnerland Weesen
Damen
5 : 3
UHC Tägerwilen
Hurricanes Glarnerland Weesen
Herren I

17.11.2019 – FB Riders DBR I vs. Hurricanes Glarnerland Weesen – Junioren D – in Mörschwil

Datum/Zeit
Teams
Mannschaft
Ort
Resultat
17.11.2019
11:45
FB Riders DBR I
--
Hurricanes Glarnerland Weesen
Junioren D
Mörschwil
Sporthalle Seeblick
12 : 8

Informationen zum Spiel

Runde 3 führte die D Junioren in das regnerische Mörschwil bei St. Gallen. Der erste Gegner lautete FB Riders und lag einen Platz vor den jungen Wirbelwinden. Entsprechend hoch war die Motivation, den um nur einen Punkt vorne liegende Gegner in der direkten Begegnung zu besiegen und ihn auf der Tabelle zu überholen.

Gleich zu Beginn zeichnete sich jedoch auf dem Platz ein anderes Bild als in der Kabine ab. Durch zwei Fehler in der Defensive, welche auf ungenügenden Körpereinsatz zurückzuführen waren, lagen die Riders früh mit zwei Toren vorne. Das wollte Captain Niels Stüssi jedoch nicht auf sich sitzen lassen und schoss kurz darauf den Anschlusstreffer. Dieser schien das restliche Team aufzuwecken und zu beflügeln. Wo zuvor noch Zweikämpfe verloren gingen wurden sie gewonnen, was der Gegner zuvor an Abschlüssen auf das Glarner Tor brachte prasselte nun auf das Tor der Riders ein. Diese kamen zu keinen nennenswerten Aktionen mehr, abgesehen von einem Weitschuss welchen jedoch Noel Zweifel im Tor parieren konnte. Weiter liess sich Jens Manser von seinem Captain inspirieren und glich aus, worauf dieser, ganz in seinem Element, abgeklärt innert einer Minute um zwei Zähler erhöhte. Mit diesem Resultat ging es dann auch in die Pause.

 

Nach der Pause ging es dann auch nicht lange bis die Hurricanes auf 5:2 erhöhten. Erneut war es Niels Stüssi der nach der Vorarbeit von Matteo Coronese den Ball nur noch einschieben musste. Die Stimmung auf der Bank war auf dem Höhepunkt und ausgelassen. Vielleicht etwas zu ausgelassen? Erste Anzeichen, dass die Riders wieder den Anschluss ins Spiel gesucht und auch gefunden hatten war das 5: 3 welches durch eine schlecht abgesprochene Defensive zugelassen wurde. Die Junioren waren geschockt, so sehr hatten sie sich daran gewöhnt, dass sie ohne weiteres durchmarschieren und dann jubeln konnte. Und ganz plötzlich waren die Riders wieder da: In schnellen Abständen holten sie den Vorsprung der Hurricanes auf, erzielten den Ausgleich und machten erst beim 5:7 halt. Auf der Trainerbank der Glarner herrschte Bestürzung und die Verwünschungen an die Turnierregel, welche es ihnen untersagte ein Timeout zu nehmen, wurden durch knirschende Zähne kundgetan.

Die Lage schien sich jedoch zu stabilisieren, nur knapp scheiterten die eigenen Stürmer am Anschlusstreffer. Auch der Torhüter der Riders schien mit jeder Minute stärker zu werden. Und so geschah, was geschehen muss: Wenn man selbst kein Tor schiesst, so tuts der Gegner. Ein Abwehrspieler der Hurricanes schien etwas verwirrt und blieb in der eigenen Spielfeldhälfte stehen und erlaubte es seinem Gegenspieler alleine aufs Tor zu laufen. 5:8. Auch das nächste Tor machte man den Riders etwas zu leicht. Bei einem Freistoss in guter Schussdistanz wurde ein Gegenspieler ungedeckt gelassen, was erneut dazu führte das Noel Zweifel hinter sich greifen musste. Die Stimmung auf der Bank war krachen am Boden aufgeschlagen und die Gesichter wurden immer länger. Dennoch gelang es Fabio Schneider den Ball einem unaufmerksamen Gegner abzunehmen und wenigstens das 6:9 zu erzielen. Die Antwort liess nicht lange auf sich warten und die Riders erhöhten erneut auf 6:10. Jetzt, da noch 2 Minuten auf der Spieluhr standen wurden Niels Stüssi, Fabio Schneider und Matteo Coronese auf den Platz gestellt mit der Aufgabe, noch so viele Tore wie möglich zu erzielen. Dies gelang auch zuerst. Nach nicht mal 20 Sekunden hiess es 7:10, erzielt durch Niels Stüssi. Bei der nächsten Aktion sah derselbe jedoch nicht besonders gut aus: Ballverlust an der Mittellinie, verschuldet einzig dadurch, dass er versuchte, sich alleine als hinterster Mann gegen zwei Gegenspieler durchzusetzen. Dies war vielleicht zu Beginn des Matchs möglich, doch jetzt mit schwindenden Kräften konnte er nicht mehr schnell genug reagier und der restliche Block stand zu hoch um etwas gegen den Konter zu unternehmen welchen die Riders gnadenlos zum 7:11 verwerteten. Noch einmal bäumten sich die Jungs auf und erzielten erneut den Anschlusstreffer zum 8:11 durch Niels Stüssi auf Zuspiel von Fabio Schneider. Doch mit weniger als 20 Sekunden auf der Spieluhr schien der Spielstand 8:11 festzuliegen als ein langsamer, leicht hüpfender Ball in Richtung Glarner Tor rollte. Noel Zweifel reagiert zu früh und der Ball rollt ins Tor.

Schlussstand 8:12.

 

Nach über einer Stunde Mittagspause mussten erstmals die kaltgewordenen Beine wieder warm gemacht werden. Dies wurde trotz leichtem Nieselregen unter lautem Gelächter draussen mit einem Lied gemacht. Die Stimmung war wieder gut, die schlechte Laune vom ersten Match verflogen. Das Einspielen mit Stock wurde jedoch zur Horrorvorstellung: Die Jungs waren unkonzentriert, die Pässe waren unpräzise und die Bälle flogen links und rechts am Tor vorbei. Nach einer gehörigen Standpauke durch die Trainer besserte sich die Qualität jedoch. Mit entschlossener Mine ging es in die Garderobe, wo das Team erneut auf den bevorstehenden Match eingeschworen und nichts deutete auf äussert interessanten ersten zehn Minuten nach Anpfiff hin.

Das Goalsprüchlein wurde herausgebrüllt und der erste Block stellte sich auf dem Feld auf. Sobald jedoch der Match angepfiffen wurde standen die Spieler wie vom Donner gerührt auf dem Feld und liessen die Sarganser auf dem Feld schalten und walten wie es ihnen beliebte. Nur mehrere Schüsse an das Torgehäuse und einen überragenden Noel Zweifel im Tor wurde die frühe Führung des Gegners verhindert. Doch schlussendlich traf ein Sarganser doch verdient zum 1:0. Dieses Tor schien das Eis zu brechen, den sofort verwandelten sich die Spieler aus Marmorstatuen zu aggressiven Wirbelwinden. Matteo Coronese liess sich durch einen ihm im Weg stehenden Gegenspieler nicht beirren und warf in kurzerhand über den Haufen und konnte nun alleine vor dem gegnerischen Tor den Ausgleich erzielen. Kurz darauf gelang es gar auf 2:1 zu erhöhen.  Dies durch Niels Stüssi auf Zuspiel von Matteo Coronese, dem sich die gegnerischen Spieler nur noch wiederwillig in den Weg stellten. Nach dem Wechsel und dem Anspiel gelang es jedoch einem Gegenspieler sich alleine den Weg zum Glarner Tor zu erkämpfen. Noel Zweifel im Tor fackelte doch nicht lange und mähte den Gegner kurzerhand um. Eine nicht ganz saubere Aktion welche von dem Unparteiischen jedoch nicht geahndet wurde. Und so gelang es Fabio Schneider im schnellen Gegenstoss das 3:1 zu erzielen. Die Sarganser wussten nicht mehr wie es ihnen geschah. Nun waren es die Glarner welche ihnen das Leben schwer machten und nicht selten verpassten die jungen Hurricanes das 4:1. Kurz vor Schluss jedoch kamen die Sarganser zu einem Freistoss auf der Grundlinie der Glarner. Eine kleine Unachtsamkeit und ein schlecht gedeckter Gegenspieler vor dem eigenen Tor später und das Resultat zur Pause lautete 3:2.

 

Erneut war man mit einer, wen auch nicht so klaren Führung wie im ersten Spiel in die Pause gegangen. Umso klarer waren die Worte der Trainer, dass man jetzt auf keinen Fall nachlassen und sich in Sicherheit wiegen durfte. Nach dem Anpfiff waren es dann aber doch die Sarganser die wieder jubeln durften: Ballverlust auf der Mittellinie und der Anschlusstreffer zwischen den Beinen des sonst so starken Torhüters hindurch. Verärgert ging es zum Anspiel und sogleich der nächste Schlag. Ein Gegenspieler erkämpft sich den Ball, passt ihn zu einem völlig freistehenden Mitspieler. Dieser läuft zwei, drei Schritte und bringt die Sarganser erneut in Führung. Dann beginnt das Spiel unschön zu werden. Faulspiele werden nur sehr inkonsequent und wen dann sehr zweifelhaft gepfiffen und auf beiden Seiten kommen vermehrt die Ellbogen zum Einsatz. Nicht selten liegt nun ein Spieler am Boden oder über die Banden gebeugt ausserhalb des Spielfeldes. In mitten des Chaos, welches sich entwickelt gelingt es Niels Stüssi sich vom Gegner zu lösen und nach einem Fehlpass des Gegners ist der Torhüter von Sargans chancenlos. Erneut der Ausgleich zum 4:4. Dann der Supergau. Wie aus dem Nichts erscheint ein Spieler von Sargans vor dem Tor der Hurricanes. Noel Zweifel pariert, der Ball prallt ab und erneut auf den Stock des Sarganser. Dieser versucht den Torhüter zu umgehen und kommt dabei zu Fall. Penalty! Trotz Pfiffe der Tribüne müssen die Spieler das Feld räumen und Noel Zweifel sieht sich alleine einem Gegenspieler gegenüber. Die Nerven liegen blank, die Zurufe für Schütze und Goalie überschlagen sich. Dann der Pfiff, der Ball rollt an. Körpertäuschung rechts, der Ball noch am Stock. Der Gegner schiesst. Doch Noel Zweifel hält! Das Getöse in der Halle schwillt zu einem Sturm an während der Schütze verdattert in der Ecke steht.

Noch sind einige Minuten zu spielen und beide Teams gehen nun umso verbissener ins Spiel. Erneut fliegen die Schutzbrillen, erneut wird auf den Schiedsrichter ein geflucht. Doch leider sind es zuletzt die Sarganser die triumphieren. Ein schneller Doppelschlag in den letzten Minuten des Spiels entscheiden. Der Schlussstand 4:6.

 

Das Fazit zur Runde: Die Zuteilung in der Defensive lässt vielmals zu wünschen übrig und in der Offensive muss die Chancenauswertung massiv gesteigert werden.

Die Hurricanes nehmen ein Minus von sechs Toren und null Punkten mit nach Hause. Zudem rutschen sie vom fünften auf den sechsten Platz ab.

Jetzt geht es erstmals in eine lange Winterpause, das nächste Spiel gegen Heiden findet am elften Januar 2020 vor heimischem Publikum in Schwanden statt.

Bis dann bleibt nur zu sagen: Gut gekämpft und Kopf hoch Jungs! Nächstes Mal funktionierts bestimmt!

 

 

Von Benjamin Wachsmuth

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