, Hösli Elias

Sensation nur knapp verpasst!

Die erste Mannschaft fordert dem klaren Favoriten aus dem Toggenburg wirklich alles ab und unterliegt nach einer bärenstarken Leistung schliesslich erst in der Verlängerung...

Am Freitagabend, 12.05.2023, war es endlich wieder einmal soweit! Die Hurricanes durften seit Langem wieder einmal ein Cup-Heimspiel austragen. Und in der ersten Runde der diesjährigen Kampagne trafen die Wirbelwinde mit dem UHC Nesslau Sharks sogleich auf einen Gegner aus der zweiten Liga – nota bene zwei Klassen höher als die Gastgeber. Dementsprechend gingen die Glarner zum einen als krasser Aussenseiter, zum anderen aber völlig ohne Druck in diese mit Spannung erwartete Affiche.
 
Und die Hurricanes zeigten von der ersten Sekunde an, dass sie nicht einfach nur mitspielen, sondern gewinnen wollten: bereits nach nur gut zwei gespielten Minuten setzte der Glarner Neuzugang Pirmin Winteler auf Zuspiel von Bruder Matthias seine genialen Scorerqualitäten ein erstes Mal unter Beweis: mit einem satten Schuss wurden die Sharks bereits zum ersten Mal geschockt und die Schwandner Sporthalle bebte bereits ein erstes Mal. Doch die Freude sollte nur von kurzer Dauer sein, denn keine Zeigerumdrehung später konnte der Favorit aus dem Toggenburg postwendend wieder ausgleichen. Es war bereits jetzt zu erkennen, dass sich da ein offener Schlagabtausch entwickeln sollte. In der achten Spielminute setzte der wirblige Luca Wiederkehr vor dem Gästetor energisch nach, erkämpfte ich das Spielgerät und versorgte dies dann sogleich im gegnerischen Kasten – 2:1 für die Hausherren! Kurz vor Ende des ersten Umgangs mussten sich die Wirbelwinde dann ein erstes Mal in Unterzahl beweisen: Das sah dann auch über weite Strecken sehr solide aus, doch just eine mickrige Sekunde vor der Sirene musste sich der Glarner Schlussmann, Andreas Heierle, dennoch ein zweites Mal bezwingen lassen.
 
Nach einem verdienten 2:2 nach 20 Minuten stellte sich zu Beginn des zweiten Abschnitts erneut ein ausgeglichenes Spielgeschehen ein. In der 25. Minute war es erneut Pirmin Winteler, der die engen Räume maximal ausnutzte und mit einem Strich von einem Schuss via Innenpfosten zur abermaligen Glarner Führung einnetzte! In der Folge kamen die Toggenburger jedoch immer besser ins Spiel und konnten sich vermehrt vor dem Tor der Hausherren installieren. Torhüter Heierle rettete in dieser Phase mehrmals mit weltklasse Paraden gegen die heranbrausenden Sharks-Stürmer. Bis zum Ende des zweiten Drittels konnten die Gäste aber dennoch zweimal reüssieren und somit mit einem knappen 4:3 Vorsprung in den dritten Umgang starten.
 
Nun fand das Heimtem wieder besser ins Spiel und konnte sich immer wieder gefährliche Chancen erarbeiten. In der 49. Minute wussten sich dann die Gäste nur noch mit einem Foul gegen die drückenden Glarner zu wehren – es folgte also die erste Überzahl des Heimteams und da zeigten sich die Hurricanes äusserst effizient: nach nur 20 Sekunden schlug es im Toggenburger Tor zum vierten Mal ein: Jonas Hösli erzielte nach einem wunderbaren Zuspiel von Sandro Zanoni mit einem präzisen Direktschuss den viel umjubelten Ausgleich des Heimteams! Doch auch hier hatten die Toggenburger eine passende Antwort bereit und nur gut eine Minute später sahen sich die Glarner wieder mit einem Rückstand konfrontiert. Doch die Wirbelwinde dachten nicht im Traum daran, nun auch nur ein kleines bisschen nachzugeben, im Gegenteil: die Hurricanes stellten auf zwei Linien um, um so noch mehr Druck erzeugen zu können. Und das zeigte Wirkung: rund vier Minuten vor Schluss machte der überragende Pirmin Winteler erneut auf Zuspiel von Bruder Matthias seinen persönlichen Hattrick perfekt und versetzte die Sporthalle ein weiteres Mal in phrenetischen Jubel! Doch nur 30 Sekunden später dann plötzlich der Schock: die Schiedsrichter entschieden plötzlich auf Strafstoss gegen die Hausherren. Alle Augen waren nun auf den eingewechselten Sven Baur im Glarner Tor gerichtet: der Nesslauer Schütze nahm sich viel Zeit, kam näher und näher, die ganze Halle hielt den Atem an – und dann… schnellte Keeper Baur plötzlich nach vorn und parierte den Penalty damit so was von souverän! In einer darauffolgenden, zweiminütigen Unterzahl hinterliess die Glarner Defensive erneut einen bärenstarken Eindruck und liess keinen weiteren Gegentreffer mehr zu. Somit war diese Partie nach 60 Minuten noch nicht entschieden und es kam zur Verlängerung.
 
Da mussten die Hurricanes nach einer weiteren, äusserst streng gepfiffenen Strafe ein weiteres Mal mit einem Mann weniger agieren. Auch diesmal wehrten sich die Glarner tapfer gegen die drückenden Toggenburger. Kurz vor Ablauf der Strafe dann doch das abrupte Ende eines an Spektakel kaum zu überbietenden Spiels: ein Toggenburger Stürmer traf aus kurzer Distanz zum entscheidenden 6:5 und schoss seine Farben damit eine Runde weiter.
 
Die Enttäuschung beim Heimteam war in dem Moment natürlich riesig, war man doch so nah dran, einen Oberklassigen aus dem Wettbewerb zu werfen. Doch mit ein paar Tagen Abstand werden die Glarner sicherlich sehr stolz auf ihre Leistung sein dürfen! In diesem Spiel haben sie eindrücklich unter Beweis gestellt, wozu dieses junge Team fähig wäre. Wenn die erste Mannschaft kommende Saison ab September an diese Leistung anknüpfen kann, sehen die Chancen auf einen baldigen Aufstieg sehr vielversprechend aus.
 
 
Hurricanes Glarnerland Weesen – UHC Nesslau Sharks       5:6 n.V.            (2:2 / 1:2 / 2:1 / 0:1)
Tore: 3’ P. Winteler (M. Winteler) 1:0, 3’ Nesslau 1:1, 8’ Wiederkehr 2:1, 20’ Nesslau 2:2 (PPG), 25’ P. Winteler 3:2, 31’ Nesslau 3:3, 37’ Nesslau 3:4, 49’ J. Hösli (Zanoni) 4:4 (PPG), 51’ Nesslau 4:5, 57’ P. Winteler (M. Winteler) 5:5, 62’ Nesslau 5:6 (PPG)
Strafen: 5 Mal 2’ & 1 Mal 10’ gegen Hurricanes, 1 Mal 2’ gegen Nesslau
Bester Spieler Hurricanes: Pirmin Winteler
  
Hurricanes Glarnerland Weesen:
Heierle (TW), Baur (TW)
Gächter, M. Winteler, N. Lehmann, Zanoni, P.Winteler
Jenny, Hostettler (C), Wiederkehr, J. Hösli, Wild
Blesi, Weber, Kälin, Lander, Meyer
Regen, Fischli, Trümpi, J. Lehmann, Kamm
Coach: F. Gutzwiller
 
Bilder: Simon Löffler & Ronja Weber