, Hösli Elias, HERREN 1
Zu wenig für weitere Punkte...
Für unsere erste Mannschaft stand am vergangenen Sonntag bereits die fünfte Meisterschaftsrunde auf dem Programm. Zu später Stunde (Anpfiff um 18:00) wurden die Wirbelwinde bis nach Schaffhausen in die BBC-Arena gebeten. Nach dem starken Auftritt vom vorausgegangenen Wochenende waren zum einen die Stimmung, zum anderen aber auch die Erwartungen an diese Affiche entsprechend gut respektive hoch.
Furioser Start flacht viel zu schnell ab
Die Glarner wollten den Schwung und das gewonnene Selbstvertrauen aus dem letzten Spiel sodann auch gleich mit in diese Partie mitnehmen und legten gleich los wie die Feuerwehr. Hinten stand man solide und bereits mit dem ersten nennenswerten Angriff kombinierten sich Jonas Hösli und Sandro Zanoni wunderschön durch die Abwehr der Hausherren: Zanoni stellte letztlich eiskalt auf 1:0 für seine Farben – und dies bereits nach nicht einmal drei gespielten Minuten! Doch das Feuer dieses grandiosen Starts verpuffte dann leider viel zu schnell. Vielmehr sahen sich die Hurricanes fortan mit Defensivarbeit beschäftigt. Die Schaffhauser hatten bald mehr vom Spiel und konnten in der 13. Minute zum 1:1 ausgleichen. In der Folge zeigten sich auch die Wirbelwinde ab und an mal wieder gefährlich vor dem Tor des Heimteams, doch es fehlte weiter die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Die Hausherren wiederum machten es besser und gingen kurz vor dem ersten Seitenwechsel mit 2:1 in Führung.
Völlig von der Rolle
Nach dem ersten Seitenwechsel wollten die Glarner dort weitermachen wo sie nach wenigen Minuten im ersten Drittel aufgehört hatten, nämlich mit sauberen und zielstrebigen Angriffen und sauberer Defensivarbeit. Doch leider misslang dieses Unterfangen gründlich, denn nach einem missglückten Zuspiel hinter dem eigenen Tor hindurch, flog der Ball nicht am Gehäuse vorbei, sondern landete denkbar unglücklich im eigenen Tor. Diesen Dämpfer zum 3:1 mussten die Hurricanes erst einmal verdauen, bekundeten aber mehr und mehr Mühe damit. Denn zu allem Übel griffen die Glarner nun auch noch zu unlauteren Mitteln und spielten daher gefühlt den gesamten Rest des Mitteldrittels mit einem Mann weniger. Das Powerplay der Gastgeber war allerdings nicht sehr zwingend – oder anders gesagt, das Glarner Unterzahlspiel konnte sich durchaus sehen lassen und hielt sich über alle drei Zeitstrafen und bis Dreittelsende schadlos.
Aufbäumen kommt leider zu spät
Für den Schlussabschnitt stellten die Wirbelwinde ihr System um und setzten die Schaffhauser bereits früh in deren eigener Zone unter Druck – mit Erfolg! Hatten die Hausherren bis dahin deutlich mehr vom Spiel, drehte dies nun völlig. Es spielten nun fast nur noch die Gäste und diese kamen nun auch immer mehr zu vielversprechenden Möglichkeiten, doch der Ball wollte einfach nicht ins gegnerische Gehäuse. Und es kam noch schlimmer: just in dieser Druckphase der Glarner reüssierte das Heimteam mit einem schnellen Konter und stellte auf 4:1. Doch die Hurricanes liessen sich nicht entmutigen und machten immer weiter Druck. Und endlich zahlte sich der Strategiewechsel aus: in der 55. Spielminute dribbelte sich Sandro Zanoni unwiderstehlich durch die Schaffhauser Abwehr und bediente Jonas Hösli, der den Ball wunderschön in die gegnerischen Maschen hämmerte! Nur noch 4:2 – ging da doch noch was? Rund zweieinhalb Minuten vor Schluss setzten die Glarner – einmal mehr – alles auf eine Karte und ersetzten ihren stark aufspielenden Goalie – Petsch Hösli – durch einen sechsten Feldspieler. Und siehe da: auf Zuspiel vom bärenstarken Sandro Zanoni drückte Hurricanes-Captain Marco Schlittler den Ball zum 4:3 über die Linie! Und gleich weiter gings mit sechs gegen fünf Feldspieler. Die Wirbelwinde drückten und drückten auf den Ausgleich, doch leider sollte es nicht mehr sein und die Schaffhauser brachten den Sieg dann letztlich doch über die Zeit…
Den Glarnern blieb somit nur die grosse Enttäuschung über drei verlorene Punkte. Dabei muss man sich ganz klar an der eigenen Nase nehmen, denn der heutige Gegner lag definitiv im Bereich des Machbaren. Doch unseren Jungs wurde wieder einmal knallhart aufgezeigt, dass man sich eben jeden Sieg erst erarbeiten und verdienen muss – die heutige Leistung war dafür über weite Strecken schlicht zu wenig…
Nichtsdestotrotz! Kein Grund, den Kopf hängen zu lassen – vielmehr sollte diese Niederlage zu noch härterer Arbeit in den Trainings animieren, dann werden auch bald die nächsten Punkte folgen. Am kommenden Samstag treffen unsere Jungs zur Prime-Time um 20:00 auswärts auf die Sharks aus Nesslau!
UH Kadetten Schaffhausen – Hurricanes Glarnerland Weesen 4:3 (2:1 / 1:0 / 1:2)
Tore: 4’ Zanoni (J. Hösli) 0:1, 13’ Schaffhausen 1:1, 17’ Schaffhausen 2:1, 22’ Schaffhausen 3:1 (ET), 52’ Schaffhausen 4:1, 55’ J. Hösli (Zanoni) 4:2, 58’ Schlittler (Zanoni) 4:3
Strafen: 1 Mal 2’ gegen Schaffhausen, 3 Mal 2’ gegen Hurricanes
Bester Spieler Hurricanes: Sandro Zanoni
Hurricanes Glarnerland Weesen:
P. Hösli (TW), Heierle (TW)
M. Winteler, Löffler, Schlittler(C), Wiederkehr, P. Winteler
E. Hösli, Gächter, Zanoni, J. Kamm, J. Hösli
Weber, Steiner, Schneider, N. Lehmann, Hugelshofer
L. Regen, Hefti, T. Kamm
Bild: Simon Löffler